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Krimiautorinnen und Krimiautoren am Werk

  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Gestohlene Gemälde, geraubte Diamanten und raffinierte Versicherungsbetrügereien – die Schülerinnen und Schüler der 3a haben ihr Talent als junge Krimiautorinnen und Krimiautoren eindrucksvoll unter Beweis gestellt.


Mit viel Fantasie und Spannung verfassten sie zahlreiche spannende Kriminalgeschichten. Um diese Werke festzuhalten, tippte jedes Kind seinen selbst geschriebenen Text am Computer ab. Anschließend wurden alle Geschichten in einem kleinen Buch gesammelt und veröffentlicht.

In der Freiarbeit lasen die Kinder nun die Geschichten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler und staunten über die unterschiedlichen Ideen, die treffende Wortwahl und den großen Einfallsreichtum.

Luca hat in seiner Kriminalgeschichte den wohl berühmtesten Detektiv der Literaturgeschichte – Sherlock Holmes – zu neuem Leben erweckt.



Julia Lienhart

 

Sherlock Holmes und der Maseratstein


Eines Tages früh am Morgen saßen Sherlock Holmes und sein guter Freund Dr. John Watson wie so oft bei einer Tasse Tee am Frühstückstisch, als jemand die Treppe zu ihrem Apartment in der Baker Street hinaufgeeilt kam. Der Doktor und Holmes stellten sofort aufgrund der Schritte fest, dass es ca. drei Personen sein mussten. Und tatsächlich, als Holmes die Besucher nach dem Klopfen hereinbat, standen drei Männer inklusive des Inspektors im Apartment.

 

„Ich nehme an, Sie kommen wegen des aus der Krone gestohlenen Diamanten. Und da Sie jetzt schon hier sind, nehme ich an, dass es sich um den Maseratstein, den Zentralstein, handelt“, sagte Holmes sofort. Sein Freund Watson und der Inspektor wunderten sich wenig über den Scharfsinn des Meisterdetektivs, doch die zwei Männer, die offensichtlich von hohem Rang waren, waren ziemlich außer sich vor Verwunderung. Sherlock Holmes aber blieb kühl und meinte nur, dass er es aus der Zeitung habe. Der Doktor bat die Männer anschließend, das Problem zu schildern, woraufhin Holmes beschloss, den Tatort – die Werkstatt der Kronjuwelen – mit Watson und Inspektor Listrat unter die Lupe zu nehmen. Dort angekommen rannte der Allgemeinmediziner sofort zu der übel zugerichteten Leiche vor dem Tor, um sie zu untersuchen. Der Dr. stellte fest, dass die Person mit zwei unterschiedlichen Baseballschlägern tot geprügelt worden sein musste, woraus Sherlock Holmes schloss, dass es zwei Täter gewesen sein mussten.

 

In der Werkstatt stellte das Trio fest, dass kein einziger Edelstein gestohlen worden war – mit Ausnahme des Zentralsteins. Er war aus der Krone gebrochen und „entführt“ worden. Im Anschluss nahmen sich Watson und Holmes eine Droschke zurück in die Baker Street, um dort weitere Überlegungen anzustellen. Dort angekommen beschlossen die beiden, die Informationen, die sie vorher in der Werkstatt bekommen hatten, zu überprüfen. Sie fuhren also mit einer weiteren Droschke in die dunkleren Gassen Londons, wo angeblich ein in den letzten Tagen krank gewordener Mitarbeiter der Werkstatt des Juweliers Hausen wohnen sollte.

Tatsächlich fanden sie an der genannten Adresse einen ziemlich schlimm aussehenden jungen Mann vor, doch er war nicht krank, sondern nur verängstigt und von Verletzungen geplagt. Aus dem folgenden Gespräch ging hervor, dass er unschuldig war, aber wichtige Informationen über den wertvollen Edelstein an einen finsteren Gesellen weitergegeben hatte, da dieser ihm gedroht hatte.

 

Da Holmes wusste, dass dies die Methoden der Komplizen des berüchtigten Verbrecherbosses Professor Moriarty waren, beschloss er, den Verbrecher der Londoner Unterwelt zu beschatten. Als Putzfrau, italienischer Priester und Botenjunge getarnt folgte er dem Professor, bis er Spuren fand, die bewiesen, dass dieser hinter dem Raub steckte. Nur leider reichten diese Spuren der Polizei als Beweis nicht aus. Im Anschluss brachte Holmes diesmal sage und schreibe zehn Minuten länger als sonst – also zehn Minuten – um sich einen Plan zu überlegen, der Moriarty eindeutig überführen würde. Schließlich dauerte es eineinhalb Tage, bis Holmes mit den Vorbereitungen und den architektonischen Änderungen des Apartments fertig war. So konnte er nun zwischen zwei Geheimgängen den Raum wechseln und das Heim verlassen.

 

Als Holmes einige Zeit später ein Telegramm zum Professor bringen ließ, ahnte dieser natürlich sofort, dass Holmes ihm auf die Schliche gekommen war. Also erschien Moriarty vor der vereinbarten Zeit, nicht gerade unbewaffnet und auch ohne zu klopfen, im Apartment in der Baker Street, zückte seinen Revolver und drückte ab! Er feuerte die Kugel direkt auf den im Sessel sitzenden Holmes ab. In Wahrheit aber saß er nicht im Sessel, sondern stand auf einmal hinter dem Professor und knockte ihn mit einem einzigen Schlag aus. Von da an war es für Holmes und Watson keine Schwierigkeit mehr, den Klunker zu beschaffen und die örtliche Polizei einzuschalten, da die beiden keiner Gefahrensituation mehr ausgesetzt waren. So hatten sie am selben Abend noch eine Audienz bei der Queen und überreichten ihr den wunderschönen Maseratstein höchstpersönlich.

 

Luca (3a)

 
 
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